Shanghai – bestimmt auch einen Nachmittag wert

Nach einer ausreichenden Anzahl „Venedigen des Ostens“ war es auch mal an der Zeit diese ominöse Stadt Shanghai zu besuchen von der immer alle redeten.

Also auf klassischen Touri-Pfaden (ich bin Bewohner der Stadt, kein Tourist…)  ein Paar der wirklich ausgesprochen wenigen Sehenswürdigkeiten abklappern.

Beginnend beim Peoples Square wo uns auch gleich ein paar freundliche „Studenten“ aus „Peking“ zu einer „authentischen“ „Teezeremonie“ „einladen“ wollten ging es über die Urban Planning Exhibition Hall (die sind doch größenwahnsinnig) über die Nanjing Road („buy watch“ ; „lady massagie“ ; „france crocodile shirt company“) zur Shanghaier Old Town.

Old Town ist ein schöner Teil von Shanghai, denn man hat sich die Mühe gemacht zwei Blöcke ganz 100%ig authentisch traditionelles China zu restaurieren , um dann irgendwie zu vergessen dass eine Parallelstraße das wirkliche China anfängt  (Kommentar eines Kollegen der da ein Paar Tage später durchkam: „Ich bin gestern durch die übelsten Slums gefahren“). Leute die nahezu auf der Straße wohnen, Großfamilien in einem Zimmer, unbeheizte einsturzgefährdete Häuser oder eingestürzte Häuser (die muss man dann auch nciht mehr heizen) – und das mitten in der Boomtown Ostasiens. Vermutlich warten diese Leute jedoch nur darauf ein sicherlich großzügiges Angebot zu bekommen um nach angemessener Entschädigung in ihr tolles neues Zuhause zu ziehen. Und das alles in Sichtweite des World Financial Centers.

Nach diesem Ausflug an eine der authentischsten Stellen Shanghais ging es dann anschließend wieder zurück auf die Touri-Pfade, Pudong im Dunkeln (ein Anruf bei der Magic Number genügt um den Oriental Pearl Tower anzuschalten, ich glaube nciht dass es Zufall war dass der angeschaltet wurde als ich gerade anrief und danach fragte). Der Bein bisschen rumschubsen mit Chinesen .. das übliche Abendprogramm

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Suzhou – Venedig des Ostens – schon wieder

Da China etwas größer ist als Italien muss Venedig natürlich redundant mehrmals vorhanden sein. Eine andere Möglichkeit für diese Mehrfache Benutzung der Bezeichnung ist allerdings, dass jede Stadt mit nem Flüsschen und ner Brücke gleich als „Venedig des Ostens“ bezeichnet wird.

Suzhou ist eher bekannt für die Kombination aus Kanälen und wundervollen Gärten.  Allerdings verliert es schon ein bisschen wenn man vorher in einer expliziten Wasserstadt wie Zhouzhuang und einer Stadt voller Parks wie Hangzhou war.

Nichtgsdestotrotz kann Suhou mit seinen Gärten beeindrucken. Insbesondere die Kombination aus Pflanzen, Wasser und kleinen, künstlichen Felsen ist mal was anderes.

Bei einer Reise nach Suzhou ist es allerdings dringend zu empfehlen sein eigenes Taxi mitzunehmen. Die sind wahrlich Mangelware, und es macht keinen Spaß eine Stunde lang wild fuchtelnd zwischen Mofafahrern auf einer Kreuzung zu stehen, Taxis zu suchen und dabei Unfälle zu verursachen.

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Zhouzhuang – Venedig des Ostens

Shanghai und die umliegende Gegenden sind eigentlich ein einziges Sumpfgebiet im Jangtse-Delta. Deshalb ist alles ein bisschen nass hier.

Um das Problem zu lösen ist man mal auf die  Idee gekommen Kanäle anzulegen und eine Stadt drumrum zu bauen, woraus Städtchen wie Zhouzhuang entstanden. Die kleine Stadt ist nur einen Steinwurf westlich von Shanghai und deshalb eine nettes Reiseziel.

Leider ist auch hier alles sehr touristisch gestaltet. Überall gibt es garantiert echte Seide, horrend teure Bootsfahrten oder sonstigen Nippes.

Trotzdem ein idyllisches, schönes, altes Städtchen und als Einstieg in die Wasserstädte-Tour eine Reise wert.

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Yangshan – Containerhafen 2.0

Was macht man wenn einem der vorhandene Hafen in seiner Kleinstadt zu mickrig geworden ist?

Man nimmt eine unschuldige Insel 30km vor der Küste, baut eine 32,5 km lange Brücke dort hin, verbannt alle Bewohner, macht alles platt und baut sich eine schön ebene Betonfläche dort hin.

Genau das geht in einem Land wie China ohne Probleme, denn weder Umweltschützer noch Landbesitzer werden einem dazwischen funken, also hat man es vor der Küste Shanghais getan und den Yangshan Deep Sea Port geschaffen

Für chinesische Touristen hat man natürlich noch die Option gelassen  ordentlich Treppen zu steigen, indem man an beiden Enden der Insel Aussichtspunkten auf seeehr geschichtsträchtigen Hügeln (waren mal die eigentlichen Inseln) gebaut hat, wo einst Piraten Steine den Berg runter geworfen haben.

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Hangzhou – die schönste Stadt Chinas

Wenn man in eine neue Stadt kommt soll man natürlich erst mal die Stadt verlassen und sich was anderes angucken – also ging es am ersten Wochenende in Shanghai erst mal nach Hangzhou.

Hangzhou ist eine Kleinstadt (so ca. 5 Mio Einwohner) ein wenig südlich (so ca. 200km) von Shanghai.  Wenn man bei einem bekannten Kartenprogramm im Internet guckt könnte man fast meinen, dass Hangzhou nur eine Vorstadt von Shanghai ist. Deshalb hat man auch beschlossen einen Pendlerzug dorthin einzurichten welcher die Strecke in 45 Minuten mit Geschwindigkeiten von 350km/h erledigt. Glücklicherweise war die Strecke 2 Wochen vor dem Ausflug gerade eröffnet worden.

Hangzhou wird gerne als die schönste Stadt Chinas beschrieben. In der Fernsehwerbung sieh es sich gerne als Stadt des „Financial Outsourcing“ mit Hafen. Im Prinzip befindet sich im Zentrum Hangzhous die große Sehenswürdigkeit, der West Lake.  Dieser See ist irgendwann mal durch künstliches Aufstauen entstanden, ist wohl nur 1m tief und wirklich DER Touristenspot.

Der See ist gesäumt von zahlreichen Pagoden, tempelähnlichen Anlagen, chinesischen Touristen, Parks und kleinen Seen. Außerdem wurde irgendeine wahrlich langweilige Persönlichkeit am West Lake geboren.

Die Pagoden stellen dabei interessantes Material für einen Vergleich mit Südkorea dar. Entweder sind diese komplett renoviert, ohne dass ein Stein auf dem anderen Blieb (oder überhaupt Steine übrig blieben) und damit massive Blender, welche mit Rolltreppen und Fahrstühlen für maximalen Touristendurchsatz optimiert wurden, oder sie sind vor 100 Jahren mal restauriert worden und wurden danach vergessen. Da hat man in Seoul schon ein vernünfitges Mittelmaß gefunden.

Was Hangzhou sonst noch ausmacht sind die riesigen Tourimassen. Und da es auch für Chinesen aus der Provinz ein veritables Ausflugsziel ist (schönste Stadt , Soll Marco Polo  mal gesagt haben…), waren neben Pagoden und See insbesondere 5 sehr deutsch anmutende junge Herren die Hauptattraktion. Ständig verfolgten einen unauffällig die Teleobjektive der digitalen Spiegelreflexkameras (kein Witz, haben noch nie nen Westler gesehen, besitzen aber eine Canon 5D Mk2) oder setzten sich auffällig die Mädchen zwischen uns um sich dann von ihrem Freund an der Schulter einer Langnase fotografieren zu lassen. Wenn man dann als Langnase den Spieß umdreht finden sie das aber nicht gut.

Neben dem West Lake in Hangzhou selber ist die Region berühmt für ihren Drachenbrunnentee (schmeckt allerdings wie der übliche lokale Tee nach abgestandener Teichbrühe) . Angebaut nur in einem kleinen Dorf namens Meijawu. Dort fand man dann eine weitere Leidenschaft der chinesen: Treppen.. Wandern wär so viel angenehmer wenn man statt andauernder Treppen welche einfach in einer geraden Linie den Berg hoch gehen ein paar Serpentinen benutzen würde.. aber Nööö..

Vor der Abreise stand noch die bereits erwähnte zweite Pagode im Weg (Hangzhou hat praktisch nur 2 Stück) Dieses mal die Variante abgewrackt. Ist übrigens konzipiert um Hochwasser zu verhindern.

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Wenns am schönsten ist…

…soll man aufhören, also von Seoul weiter nach

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Seoul von oben

Weils so schön war noch ein Paar Bilder vom Namsan Tower in Seoul, dem Fernsehturm der mitten in Seoul auf einem Berg liegt und somit ca. 500m über der Stadt ist. Ein schöner Ort um auf den Sonnenuntergang zu warten.

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Demilitarized Zone

Wenn man also schon mal in Seoul ist und sich schon immer für Nordkorea interessiert hat ist Nordkorea natürlich einen Auflug wert. Da es zwar alibimäßig für Presse und Propaganda (ja, da ist auch der Süden recht weit vorne) Bahnsteige und Wegweiser gibt von denen es Richtung Pjöngjang gehen soll, aber das alles irgendwie nicht so richtig hinhaut ist eine DMZ Tour ein probates Mittel das Land der stark begrenzten Möglichkeiten zu erreichen.

Der beste Reiseanbieter, und einer der wenigen englischsprachigen, ist das US Militär. Nach nur einer Unterschift die bestätigt, dass man sich darüber bewusst ist erschossen zu werden und dass die UN Truppen dann nichts dafür können, darf man sich echte Nordkoreaner angucken und sogar in einer Baracke mindestens 4 Meter weit nach Nordkorea gehen.

Diese JSA ist dann auch der ruhigste Ort in Südkorea. Vermnutlich weil Südkoreaner da gar nicht so einfach reinkommen (Laut Guide Wartezeit mindestens 16 Monate). Das steht im krassen Gegensatz zu den voll touristisch erschlossenen anderen Touri-Spots an der Mauer Grenze. Da wird dann ein kompletter Grenzbahnhof inszeniert, komplett mit Röntgengeräten fürs Gepäck und Möglichkeiten zur Passkontrolle. Nur leider kommt man nicht auf den Bahnsteig (der sowieso komplett aufgerissen ist) und es fahren auch keine Züge.

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Seoul deine Paläste

…nämlich den Palästen, Toren und anderen Gesellen. Diese Objekte sind der absolute Nationalschatz Nummer 1. Sogar wenn sie mal abgebrannt sind werden sie weiter auf allen Prospekten, Postern und sonstewo dargestellt.

Aber sie sind auch schön. Im Gegensatz zu anderen Ländern des asiatischen Raumes, die noch früh genug erwähnt werden, kümmert man sich in Südkorea darum, dass die Dinger möglichst gut und originalgetreu erhalten bzw. neu aufgebaut werden, und nicht entweder komplett verrotten oder nach der Sanierung einen Stahlkonstruktion inklusive Fahrstuhl im inneren haben um möglichst viele Touris durchzuschleusen. Gutes Südkorea.

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Seoul – vermischtes

Rollen wir das ganze also mal von hinten auf. Angefangen hat das ganze hier mit ein Paar Tagen in Seoul, also hier mal ein Paar Bilder aus Seoul .

Seoul ist, wie ich später dann gelernt habe, eine doch ziemlich schöne Stadt, ohne Smog, ziemlich modern, sauber…

Und da das ganze nun schon ein Paar Tage her ist und Quantität statt Qualität zählt gehts weiter zum nächsten Thema…

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